Bauern Power. Handwerk, List und Lebenskunst

vom 31. Mai bis 9. November 2025

Die Ausstellung widmet sich den kulturellen Leistungen des Bauernstandes und lädt dazu ein, die vielfältigen Aspekte bäuerlichen Lebens neu zu entdecken. Sie erinnert an die kulturelle Vielfalt und die bedeutenden Beiträge der Bauern und bietet die Gelegenheit, den bäuerlichen Alltag aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten – von Siedlungstätigkeit und wirtschaftlicher Autonomie bis hin zu Selbstversorgung und innovativer Entwicklung von arbeitserleichternden Maschinen und Geräten.

Die Ausstellung beleuchtet auch Themen wie Esskultur, gesellschaftliche Selbst- und Fremdwahrnehmung, schriftliche Nutz- und Besitzkultur sowie den Umgang mit Schrift. Zudem werden Aspekte wie Zeitvertreib, humorvolle Selbstsicht und gelebte Frömmigkeit in den Fokus gerückt. Der historische Querschnitt zeigt eine Vielzahl an Objekten, die über die Jahrhunderte kaum Veränderungen erfahren haben und noch heute in großer Zahl vorhanden sind.

Die Themenschau lädt ein, die vielfältigen Facetten des bäuerlichen Lebens zu erkunden und neu zu sehen.

Elisabeth Frei. Was kriegt der Bauer?

vom 5. Juli bis 9. November 2025

Mit der Ausstellung soll die Vielzahl von gegensätzlichen und paradoxen Situationen, gesellschaftspolitische Absurditäten, als auch Einflüsse der Lobbys, die derzeit die Landwirtschaft kennzeichnen, kritisch hinterfragt werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Auswirkungen einer ausgeklügelten Hochleistungsmaschinerie, die zur Entfremdung einer naturnahen Wirtschaftsweise führt. Zentrales Gestaltungselement ist die Übermalung von Printprodukten, die in ihrer ursprünglichen Form ausgedient haben und nunmehr als Spiegel der Vergangenheit dienen und es ermöglichen die aktuellen Entwicklungen in der Landwirtschaft mit historischen Bezügen zu reflektieren.

Die Ausstellung soll durch einen Perspektivenwechsel und einer Durchlässigkeit verschiedener Bildebenen den Charakter eines zum Teil vom Bauerntum bestimmten Landes zeigen.

An den folgenden Tagen wird jeweils um 14:00 Uhr eine Führung mit der Künstlerin angeboten, die im Preis des regulären Eintrittstickets enthalten ist:
Samstag, 30. August
Samstag, 27. September
Sonntag, 26. Oktober

Foto: © Peter Daldos und Peter Enrich

Laurenz Stockner. HYLE

vom 11. April bis 22. Juni 2025

Der Künstler Laurenz Stockner zeigt neue, aus Kupfer und Stahl geformte Gefäße. HYLE stammt aus dem Griechischen und bezeichnet zunächst das Holz an sich, meint aber in seiner philosophischen Ausweitung das Stoffliche, die Materialität. Aus der Betrachtung der Materialität schafft der künstlerische Zugang neue Interpretationsebenen, zumal der Gebrauchscharakter nicht im Vordergrund steht. Behältnisse gehören zur Grundausrüstung bäuerlicher Kulturen. Ihre archaische, überzeitliche Form verbindet sich mit der langen Tradition der Bebauung des Bodens.

Der ausgebildete Schlosser, Gold- und Kunstschmied hat eine besondere Nähe zum Material Kupfer entwickelt, dessen Grundmaterial aus dem Prettauer Bergwerk stammt. Die ästhetisierte Form der künstlerisch geformten Gefäße schließt an eine jahrhunderte- wenn nicht jahrtausendalte Tradition an.