Laubenhaus des 14. Jh. (Modell)

Carlo Trentini, Kaltern, 2003

Die Kaufleute wurden im 12. Jh. durch die Zuweisung von Baugründen und durch Steuererleichterungen dazu ermuntert, sich in den Städten niederzulassen. Sie errichteten ihre Häuser auf langen und schmalen Baugründen. Typisch für Tiroler Städte sind Laubenhäuser mit

  • Kellergewölbe (bis zu drei Ebenen tief)
  • Erdgeschoss mit der Laube als Geschäftsraum und dem „Gewölbe“ als Lagerraum
  • erstes Obergeschoss mit Küche und Backofen
  •  zweites Obergeschoss mit Herrschaftsräumen
  • Dachgeschoss mit Räumen für Diener.

Zur Beleuchtung und als vertikale Verbindung dienten die Lichthöfe in der Mitte des Hauses. Ein kleiner Hof trennte das Hauptgebäude vom Nebengebäude mit Lagerräumen und Stall. Der obere Teil des Laubenhauses wurde ursprünglich aus Holz errichtet und nur Küche und Backofen waren gemauert. Ab dem 13. Jh. wurden die hölzernen Bauteile zunehmend durch Mauerwerk, Schindeln und Strohdächer durch Tonziegel ersetzt, um die Feuergefahr einzuschränken.

  • Material & Technik

    Holz, Gips, bemalt

  • Maße

    41,5 cm x 50 cm x 13,3 cm

  • LMST Inv.-Nr.